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Analytik Jena bringt H1N1-Schnelltest auf den Markt

Hannover/Jena, 7. Oktober 2009 — Pünktlich zum Start der BIOTECHNICA 2009 führt die Analytik Jena AG einen neu entwickelten Schnelltest zum Nachweis des Influenza-Virus H1N1 ein. Damit kann das Thüringer Unternehmen als einer der innovativen Anbieter auf dem Gebiet bioanalytischer Komplettsysteme sofort mit der Vermarktung zunächst für Forschungszwecke beginnen. Bei dem neuartigen Test handelt es sich um einen molekulargenetischen Schnelltest zum direkten Erregernachweis. Der Schnelltest wurde sowohl für die Rapid-Cycler der Analytik Jena als auch für die Standard-Cycler der im Mai zu 100 Prozent erworbenen Biometra GmbH aus Göttingen validiert und steht damit ohne zusätzliche Investitionen einem großen Anwenderkreis zur Verfügung.

"Auf Basis unserer Speedcycler-Technologie ermöglicht das Verfahren den Nachweis einer H1N1-Infektion in weniger als zwei Stunden", erklärte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena heute auf der Leitmesse der Biotech-Branche in Hannover. "Dass für den Nachweis keine teuren Gerätesysteme wie z. B. bei Real-Time-PCR-Verfahren benötigt werden, ist dabei ein weiterer wesentlicher Wettbewerbsvorteil."

Das Testsystem bildet — von der Isolierung der viralen RNA bis hin zum Nachweis der Infektion mit dem H1N1 Virus — die gesamte Prozesskette der Analyse ab. Das dabei zu Grunde liegende Verfahren, die sogenannte Rapid-Amplification-Hybridization (RAH) Technologie, kombiniert eine extrem schnelle Erreger-Amplifikation mit einem einfachen und sensitiven Nachweis auf einem Teststreifen.

Die Analytik Jena AG arbeitet aktuell in enger Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern mit "Hochdruck" an einer Zulassung des Tests für die medizinische Anwendung. Als Besonderheit soll der Test künftig auch in die ebenfalls auf der diesjährigen BIOTECHNICA als Weltneuheit vorgestellten Mobilab-Plattform integriert werden. "Ein mobiler Einsatz des Testsystems an Orten mit hohem Menschenaufkommen, wie z. B. auf Flughäfen, wird damit bald möglich sein", so Berka weiter.

 
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